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Pflegeberufe: Berufe mit Dankbarkeit

Pflegeberufe: Berufe mit Dankbarkeit

Pflegefachfrau und Pflegefachmann

Mit ihren hohen Qualitätsansprüchen hat die Schweizerische Bundeseidgenossenschaft bereits im Jahr 2004 die nicht universitäre Berufsausbildung im Gesundheitswesen bundeseinheitlich gestaltet. Die ehemaligen Berufsbilder des diplomierten Krankenpflegers und der diplomierten Krankenschwester wurden abgelöst durch die einheitliche Berufsbezeichnung „Diplomierte Pflegefachfrau oder Diplomierter Pflegefachmann“. Kam es bislang zu kantonalen Unterschieden in der Ausbildung und damit in der Folge auch zu nicht einheitlichen Qualitätsstandards, sind diplomierte Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner nun für die gesamte Schweiz einheitlich qualifiziert – auf einem sehr hohen Niveau.

Das Berufsdiplom kann an Höheren Fachschulen und an Fachhochschulen erworben werden, wobei das FH-Diplom für den Pflegefachmann oder die Pflegefachfrau dem Bachelor-Niveau angepasst ist. Die bundeseinheitliche Regelung in der Ausbildung im Gesundheitswesen sieht damit auch vor, dass angehende Pflegefachfrauen und –männer bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung auf der Sekundarstufe II verfügen müssen und über die Maturität, falls das Diplom an einer Fachhochschule angestrebt wird. Auf diese Weise legt die Bundeseidgenossenschaft klar geregelte Zugangsvoraussetzungen fest, die dem Berufsbild des Pflegefachmanns oder der Pflegefachfrau ein noch höheres Qualitätsniveau verleihen als dies bislang schon der Fall war.

Dabei eröffnen sich den angehenden Pflegekräften zahlreiche Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten. Im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland gilt die Schweizerische Diplomausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau als akademische Ausbildung und genießt damit einen zusätzlich hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Wer im Gesundheitswesen arbeitet, trägt in seiner Berufsausübung die Verantwortung für die Gesundheit und das Leben zahlreicher Patientinnen und Patienten. Das setzt in den Anwärterinnen und Anwärtern ein hohes Mass an Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft voraus. Insofern ist es nur eine richtige Konsequenz, die Zugangsvoraussetzungen für diesen Berufsstand vereinheitlicht und erschwert zu haben. Nur so lässt sich garantieren, dass das schweizerische Gesundheitswesen eines der besten weltweit ist.